Last but not least

25. April 2007

Darf ich bitte mal Ihre Wohnung zertrümmern?

„Bei manchen Motiven ist einfach der Wurm drin, muss man lange suchen, bis man zufrieden ist. Jetzt haben wir sie aber.“

Endlich kommt dieser Satz aus dem Mund von Ralph Moots, dem Ausstatter, es wird auch höchste Zeit. In der kommenden Woche ist Steinis Wohnung das letzte große Motiv für den Finnischen Tango. Es geht also auf den Rest, der letzte Drehort ist wieder Bremen und hier musste nun endlich diese Wohnung her. Sie soll diesen 60er Jahre Charme haben, der heute so modern und cool ist und trotzdem in einer Gegend, in der man eher in Wohnblocks lebt und mit der Straßenbahn in die Stadt fährt.

Heike Lauer kennt sich bestens aus in der Stadt, sucht und ist erfolgreich in Bremen Huchting. Anne Schiek hat sofort alle nötigen Ideen für die Einrichtung und die Wände für zwei Zimmer, Küche, Bad.

Last but not least

Sooo eine schöne Tapete für Steini. Die ganze Abteilung ist happy, nicht nur weil es die vorläufig letzte große Herausforderung sein wird, es soll auch besonders schön werden und die Tapete ist schon mal ein gelungener Anfang.

„In drei Malergeschäften haben wir die Reste aufgekauft und dabei diese unglaublichen Muster erstanden. Jeder einigermaßen hippe junge Mensch würde uns beneiden und sofort einziehen.“

Kann schon sein, für ältere Kollegen ist das eben einfach nur was von früher und deswegen noch lange nicht schön, aber… - Oder?

Last but not least

Die Tapete allein ist es aber nicht, es ist auch noch ein nahezu exorbitanter Angriff auf Möbel, Bilder, Gitarren und andere Gegenstände des Alltags von Steini.

Die Metaller kommen noch hereingebrochen mit Wut und großem Spaß fürs Detail, jedenfalls wenn sie es zertrümmern dürfen! Am Ende bleibt ein Schlachtfeld mit drei zerschlagenen Gitarren, Regalen, die keinen Platz mehr an irgendeiner Wand finden werden, überall verteilte Teile von Pflanzen, Bierflaschen und Glasscherben, zum Teil von einer Fensterscheibe, die ein Akkordeon durchlassen musste.

OK, das macht allen noch mal Spaß, wenn’s so richtig zur Sache gehen darf. Und dabei auch noch so laut, dass es eigentlich verwunderlich ist, dass – trotz Vorwarnung – keiner der Nachbarn den Kopf zur Tür rausgestreckt hat, um zu sehen, ob da auch alles mit rechten Dingen zugeht.

„Schade, dass von den Tapeten nichts mehr übrig ist, meine Tochter wäre begeistert und richtet sich gerade eine eigene Wohnung ein.“ – Bei der nächsten Gelegenheit werden wir dran denken, aber jetzt sind alle Malergeschäfte in Bremen mit alten 60er Jahre Tapeten erst einmal ausverkauft.

Was bisher geschah