Keine Hauptrolle? Egal, Hauptsache ich bin dabei.

19. März 2007

Ein halber Drehtag für Frank Grabski

„Krieg ich wieder eine Rolle, wenn Du einen neuen Film machst?“ – in unregelmäßigen Abständen kommt die Frage von Frank Grabski immer wieder, nach dem Erfolg von „Verrückt nach Paris“. Da hatte er eine von drei großen Rollen, das geht natürlich nicht jedes Mal, aber Lust hätte er sofort.

Als klar ist, dass er im Finnischen Tango wenigstens eine kleine Rolle bekommt, ist er sofort Feuer und Flamme und ruft Tage vorher an, wann er denn wo sein soll, mit oder ohne Rollstuhl und wie das mit den Proben ist.

Frank Grabski

Zum ersten Mal ans Set kommt er zwei Stunden zu früh und erkennt auch gleich einige wieder. Frank ist diesmal PAUL, eine zufällige Begegnung von Alex, der ihn an einer Straßenbahnhaltestelle entdeckt, ihm vorspielt ein Kontrolleur zu sein, den Behindertenausweis verlangt und ihn klaut. Da nützt es nichts, hinterher zu schreien, „Eh du Arschloch, gib ihn mir wieder her!“ Ohne Arme und im Rollstuhl, keine Chance.

Frank Grabski

Er muss sauer sein, schließlich ist niemand in der Nähe, der ihm helfen kann. Der leichte Nieselregen sorgt auch noch für schlechte Stimmung, es passt.

Nach drei Stunde fällt die letzte Klappe für die ganze Szene, Frank ist schon wieder auf dem Weg nach Hause, das Komparsengeld in der Tasche.

Und die Crew selbst ist längst in die Straßenbahn gestiegen, um die nächste Szene zu drehen.
Bilder die Bremen/ Außen heißen, sind fast automatisch Bilder, die etwas mit der Straßenbahn zu tun zu haben. Sie gehört zum Stadtbild und es bietet sich insofern an, auch Handlung in die Bahn zu verlegen.

Margret Grashoff

Dann wird man fast immer mit Margret Grashoff zu tun haben. Sie regiert auf dem Betriebshof der BSAG (Bremer Straßenbahn AG) und steht auch diesmal wieder für uns für Logistik, Fahrplan und dann auch gleich als Fahrerin zur Verfügung.
Margret Grashoff fährt die Bahn, in der Alex und Marilyn unterwegs sind viermal in einer Schleife durch die Innenstadt, damit alle Bilder für eine kleine Szene gemacht werden können.

Die anderen Linien müssen trotzdem ihren Fahrplan einhalten können! Gut vorbereitet geht das tatsächlich und am Ende sieht es so aus, als hätten wir die Schienen nur für uns gehabt.

Großes Dankeschön an die Bremer Straßenbahn!

Was bisher geschah