Das Gefecht mit den Darstellern

2. März 2007

Am Set coacht Robert Schnöll, der Fechtmeister, alle Schauspieler mit Degen in der Hand.

Es ist natürlich ein Traum für jeden Schauspieler eine Fechtszene der Musketiere spielen zu können und dann vielleicht noch „Einer für alle, alle für einen“ auf den Lippen. Die meisten Schauspieler können fechten, aber wenn’s dann später auch auf der großen Leinwand im Kino gut aussehen soll, brauchen sie alle einen Coach.
Das ist der Auftritt für Robert Schnöll.

Fechten

Er ist Freiberufler und pendelt seit 16 Jahren zwischen Sets und Theatern, um Schauspielern in Rekordzeit eine Fechtszene beizubringen.

Diesen Sport mal eben zu erlernen ist „sau schwer“ und ohne Vorerfahrung eigentlich unmöglich. Fechten ist eben nicht nur das herumwedeln mit einem Degen.

Körpergefühl, Beweglichkeit und Kondition müssen hervorragend ausgebildet sein, wenn man auf einer Kinoleinwand einigermaßen bestehen will. Da sehen die Zuschauer später jedes Detail und nichts ist peinlicher als eine schlechte Szene.

Fechten 2

Fechten ist ein Dialog, ein im wahrsten Wortsinn auf die Spitze getriebenes Streitgespräch. „Der gute Fechter im Film, braucht einen Partner der noch besser ist und ihm ermöglicht zu brillieren“, sagt Robert Schnöll.

Das größte Lob für den 45-jährigen ist, wenn in den Kritiken die Fechtszenen nicht extra herausgehoben werden. „Dann hat sich die Szene nämlich nahtlos in das Stück eingefügt.“

Im Finnischen Tango wird in einer Theaterszene gefochten, an der auch ein Dutzend der „besonderen Schauspieler“ den Degen in die Hand nehmen. Das ist natürlich völlig ungefährlich für alle Beteiligten und es sieht auch etwas anders aus als bei D’Artagnan.

Ein anstrengender Tag für alle Beteiligten, aber am Ende hätten sie am nächsten Morgen am liebsten weiter gefochten, jedenfalls Erwin war voll und ganz aufgegangen in der Rolle eines französischen Edelmannes.

Fechten 3

Infos und Kontakt unter
www.robert.schnoell.de.vu

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